Was sind Plattfüße bei Kindern?
Der Fuß eines Kindes ist keine verkleinerte Version eines Erwachsenenfußes. Er befindet sich noch in der Entwicklung, und sowohl das Längs- als auch das Quergewölbe bilden sich schrittweise mit zunehmendem Alter, mehr Bewegung und steigender Belastung aus. Von Plattfüßen spricht man, wenn diese Fußgewölbe abgesenkt sind oder fehlen. Bei Kindern ist dies jedoch nicht zwangsläufig krankhaft.
In den ersten Lebensjahren sind Kinderfüße von Natur aus rundlich. Eine Fettpolsterung an der Fußsohle verdeckt häufig das Längsgewölbe, sodass der Fuß flach erscheinen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass kein Fußgewölbe vorhanden ist. Erst mit der Entwicklung von Muskeln und Bändern wird das Gewölbe nach und nach sichtbar.
Deshalb ist es wichtig, zwischen einer normalen Entwicklungsphase und einer tatsächlichen Fehlstellung zu unterscheiden, die Aufmerksamkeit oder Behandlung erfordert.
Arten von Plattfüßen: Längs- und Querplattfuß
Am häufigsten wird über den Längsplattfuß gesprochen, bei dem das Fußlängsgewölbe an der Innenseite des Fußes abgesenkt ist. Diese Form tritt bei Kindern am häufigsten auf und sorgt bei Eltern oft für die größten Sorgen.
Deutlich seltener wird der Querplattfuß thematisiert, bei dem das Quergewölbe im Vorfußbereich abgesenkt ist. Bei Kindern kommt diese Form wesentlich seltener vor und ist meist kein eigenständiges Problem, sondern Teil umfassenderer biomechanischer Veränderungen. In der Praxis bedeutet das, dass bei ihrem Auftreten die Funktion des gesamten Fußes und die Körperhaltung beurteilt werden sollten, nicht nur der Vorfuß.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da beide Formen von Plattfüßen unterschiedliche Maßnahmen erfordern können und nicht immer nach denselben Grundsätzen behandelt oder vorbeugend begleitet werden.



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